Eine geführte Wattwanderung im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer von Hooksiel gehört zu den
besonderen Erlebnissen, die weder Groß noch Klein vergessen werden. Wenn die Ebbe den
Meeresgrund freigibt kann der Spaß losgehen.
Wir selbst haben diese Touren bereits mehrmals angetreten und es gibt jedes Mal etwas Neues
zu entdecken. Lesen
Sie hierzu einen Erlebnisbericht von uns.
Übrigens finden Sie hier auch die Kontaktdaten zu unserem kundigen Wattführer Herrn Rolf
Gerdes.
Die Gezeiten
Gezeiten, auch Tiden genannt, sind das Zusammenspiel von Ebbe (Zeitraum mit sinkendem
Wasser) und Flut
(Zeitraum mit ansteigendem Wasser) und lassen sich auf allen Meeren der Welt beobachten.
Allerdings sind die Höhenunterschiede der Gezeiten sehr verschieden. Sie hängen zum Beispiel
davon ab, ob das Relief des Meeresbodens eher flach oder steil verläuft bzw. wie die Küste
an den jeweiligen Orten beschaffen ist.
Da an der Nordsee die Küste sehr flach ist
stehen bei Flut weite Gebiete unter Wasser und bei Ebbe kann man ausgedehnte Wattwanderungen
machen. Es ist sogar möglich vom Festland auf einige der Nordseeinseln zu laufen.
Das Wasser der Weltmeere wird von der Kraft des Mondes
angezogen
Auf der dem Mond zugewandten Seite der Erde entsteht ein so genannter Flutberg. Durch die
Drehung der Erde bewegt sich somit auch dieser Flutberg. So kommt es am gleichen Ort der
Erde täglich zum Wechsel von Ebbe und Flut. Die Gezeiten wechseln zweimal am Tag zwischen
Ebbe und Flut, ca. alle 12 Stunden und 25 Minuten.
Auf der dem Mond abgewandten Seite der Erde gibt es noch einen zweiten Flutberg, der durch
die Fliehkraft der Erde entsteht. Die Gezeiten sind also das Ergebnis der Anziehungskraft
des Mondes und der Fliehkraft der Erde. Die Sonne hat ebenfalls einen Einfluss auf die
Gezeiten, allerdings ist dieser deutlich geringer als der des Mondes.
Die Springtide, auch Springflut genannt
entsteht dann, wenn Neu- oder Vollmond ist und Erde, Mond und Sonne auf einer Geraden
zueinander stehen. Durch diese Konstellation addieren sich die Anziehungskräfte und es
entsteht eine höhere Tide als üblich.
Übrigens in der Bay of Fundy (Kanada) kann man weltweit die größten Gezeiten beobachten. Der
Tidenhub ist hier bis zu 21 Metern.